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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

Neuigkeiten

Das Ehepaar Castaldi stellt sein But „Evangelium zum Frühstück“ vor.
Den 13. November 2010 haben Pierluigi und Anna Maria Castaldi im Kapitularsaal der Wallfahrtskirche zusammen mit Vater Pierluigi Zaffaroni ihr von Edizioni Messaggero Verlag veröffentlichtes Buch „Evangelium zum Frühstück“ vorgestellt.
Das Ehepaar Castaldi wohnt in Saronno, in der Gemeinde der Wallfahrtskirche, und seine Familie ist reich an vierzehn Kinder, teils geboren, teils adoptiert. Am Ende der Vorstellung sind Pierluigi und Anna Maria sehr froh gewesen, die Geburt dieses Buch, das das Geheimnis ihrer Familiengeschichte zeigt, mit einem Trinkspruch zu feiern. Hier folgend finden Sie die Vorstellung des Buchs, die seine Entstehung erklärt.

Viele Jahre sind vorbei, seitdem unsere Kinder klein waren und wir ihnen lehrten, zu beten, nicht zu lügen, die Hausaufgaben zu machen und Rad zu fahren. Heute sind sie erwachsen, sie haben alle ihren Schulabschluss und ihren Beruf. Viele haben eine Familie gegründet und haben uns reich an Enkel gemacht und sie wohnen alle außer unser Haus. Dreißig Jahre lang sind wir am Morgen aufgestanden und haben wir unseren Tag an einem mehr als vier Meter langen Tisch im Wohnzimmer sitzend begonnen, indem wir vom Rauch des gebrannten Brot angezogen und froh, zusammen zu beten und die Heilige Schrift zu überlegen, frühstückten. Dann gingen wir alle nach einer halben Stunde zu unseren Verpflichtungen: wir Eltern zur Arbeit, die Kinder zur Schule oder zum Kindergarten, die Großmutter zu Hause, um das Mittagessen vorzubereiten und unsere Kleider in Ordnung zu bringen. Tag für Tag sind wir auf der Licht des Wort Gottes erwachsen. Die Grundteile unseres Betens waren, und sind noch heute, das Lesen der Heilige Schrift – und besonders des Evangeliums der täglichen Liturgie – und dann einige Überlegungen, das Lob und der Dank Herrn für alle Geschenke, die er uns stetig überhäuft, aber auch die Frage nach Fürbitte für unsere Notwendigkeiten und jene der Personen, die besondere Schwierigkeiten erleben. Es ist immer sehr gut gewesen, vom Gebet für eine besondere Gnade zu einem Dankgebet für eine bekommene Gnade überzugehen. Da manche von unseren Kindern adoptiert sind und schon ziemlich erwachsen uns von fernen Länder gekommen sind, mussten wir Eltern Jungen verschiedener Alter, Kultur, Sprache und Bildung erziehen. Wirklich brauchten wir alle Bildung, wir als Eltern, sie als Kinder. So haben wir uns nach Empfehlung unsere Freunde Chiara und Alberto Natali, die vor manchen Jahren einen sehr ähnlichen Zustand als unseren erlebt hatten, entschieden, noch zur Schule zu gehen und uns dem Wort Gottes, das die Kirche uns jeden Tag in der Liturgie darbietet, anzuvertrauen. Gott sei dank, haben wir Eltern trotz einiger Alterbeschwerden gute Gesundheit; es scheint, dass unsere Sanduhren noch Sand oben haben, und wir möchten dieser wunderbare Zeit des Abends, die noch nicht Nacht wird, gut zu leben. So haben wir das wiedergefunden – und manchmal haben wir das aktualisiert, was der Herr uns im Laufe der Jahre während unseres Morgengebets gesagt hat. Dieser Wunsch entstand vor einige Zeit; wir haben ihn unter der Asche schwelen gelassen, dann haben wir darüber mit Vater Raniero
Cantalamessa gesprochen, der uns mit diesen Worten ermutigt hat: „Die Idee scheint mir sehr gut. Sie beantwortet die Einladung Jesus nach die Brotvermehrung: ‚Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nicht verdirbt‘ (Joh 6, 12)“. Dann kam unser Freund Gabriele Bottai, der unsere Überlegungen gesammelt, getippt und in der Form, wie man sie heute lesen kann, organisiert hat. Während wir unsere Gedanken sammelten, wurde in uns der Wunsch geboren, sie anderen zu bieten: allen, die wünschen, die Tage mit neuem Sinn und neuen Hoffnungen anzureichern. Besonders möchten wir eine Hilfe für die Familie bei der täglichen Anstrengung, ihre Kinder aufzuziehen, sein. Viele Eltern wünschen tatsächlich, christlich ihre Kinder zu erziehen, aber oft wissen sie nicht, wie es zu tun und woher zu beginnen, denn sie kennen keine einfache und sichere Methode. Oft haben wir an die Wichtigkeit nachgedacht, in uns und in unseren Kindern das Verhalten der Danksagung und der Dankbarkeit zu nähren, indem wir uns mit dem Lesen der Psalmen, die sehr reich sind, helfen! Je mehr dieses Gefühl nach und nach aneignet wird, desto fähiger werden die Augen und das Herz, die Wunder, die der Herr jeden Tag in unserem Leben, unserer Geschichte und in der Schöpfung verwirklicht, zu erkennen und uns darüber zu freuen. Das ist auch die wirksamste Medizin, um Traurigkeit, Unzufriedenheit und Depression (heute immer verbreiteter) zu bezwingen. Wenn die Eltern, die sagen, dass sie keine Zeit finden können, mit den Kindern zu beten, wüssten, wie viel sie daran verdienen würden und wie viele Enttäuschungen und Leiden sie sich sparen würden, fänden sie sofort Zeit dazu. Irgendwohin unsere Kinder mit ihren neuen Familien gegangen sind, oder irgendwo sie leben, haben sie noch heute die Gewohnheit zum Beten und zur Überlegung des Wortes Gottes am Morgen während Frühstück gehalten. Wir Eltern, die inzwischen Großeltern schon sechzehn Male geworden sind, sind so noch zu zwei zurückgeworden, als wir heiratete. Aber das Morgengebet geht immer weiter. Am Anfang beteten wir mit den Kinder, heute beten wir für die Kinder, für ihre Familien, für die Enkel, für die Freunde, für die Gesellschaft und für alle, die ein „Memento“ für sie selbst befragen. Wenn wir auch nur zu zwei geblieben sind, sind wir so in Gebetsgemeinschaft mit allen weiter.

 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY