italiano english française español español

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Home
wer wir sind
was wir anbieten
warum wir beten
Evangelium und Leben








Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

079 - Der Herr hört uns immer zu

14-Mar-2019
Wort Gottes
Ich will dir danken aus ganzem Herzen, / dir vor den Engeln singen und spielen; ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel / hin und deinem Namen danken für deine Huld und Treue. Denn du hast die Worte meines Mundes gehört, / deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht. Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief; / du gabst meiner Seele große Kraft.
Dich sollen preisen, Herr, alle Könige der Welt, / wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn; / denn groß ist die Herrlichkeit des Herrn. Ja, der Herr ist erhaben; / doch er schaut auf die Niedrigen / und die Stolzen erkennt er von fern. Gehe ich auch mitten durch große Not: / du erhältst mich am Leben. Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde / und deine Rechte hilft mir. Der Herr nimmt sich meiner an. / Herr, deine Huld währt ewig. / Lass nicht ab vom Werk deiner Hände! Ps 137
Denken
„Ich will dir danken aus ganzem Herzen, denn du hast die Worte meines Mundes gehört“. Indem ich über diesen Psalm nachdenke, fallen mir einige Gelegenheiten ein, in denen der Herr oder Maria meine Bitte erfüllt haben; trotzdem sind diejenige, an die ich mich erinnere, ein geringstes Teil aller Male, wenn das geschehen ist. Das weitest entfernte Ereignis gehört zu meiner Kindheit: Ich war genau ein Bengel, alle Tage stellte ich was an, und wenn mein Vater das erfuhr, ließ er mich nicht daran mangeln, was er „ein guter Anpfiff“ nannte, denn damals waren die Erziehungsmethoden zeitsparender (und wirksamer!) als die heutigen. Einen Abend, während ich die Treppen aufging, nachdem ich was schwerer als gewöhnlich anstellte und es meinem Vater schon gesagt worden war, betete ich so: „Heilige Frau, hilf mir! Denn heute Abend werde ich geprügelt werden“. Ich läutete und mein Vater kam, die Tür zu öffnen: „Wasch dir die Hände - sagte er zu mir - und komm an Tisch, da die Suppe kalt wird“.
Nach jenem Ereignis, das eine meiner lebendigen Erinnerungen wenn auch weit entfernt ist, wäre die Liste der Bitten, die ich dem Herrn gerichtet habe und die erfüllt worden sind, zu lang und wie auch immer unvollständig. Die Gelegenheiten sind zahlreich: die Schule, die Prüfungen an der Universität, die Arbeit, die Krankheiten, die Kinder mit ihren Problemen, die Freunde in Bedrängnis, die Familienhaushalte. Unter diesen ernsten Gründen, erinnere ich mich gerne an die
unbedeutenden Bitten, die ich die „Bonbons des Herrn“ nenne: ein Parken, das unmöglich schien, ein Ball, der während des Spiels nicht Tor werden wollte, oder die Schlüssel des Wagens, die ich mich nicht daran erinnerte, wo ich sie gestellt hatte. Trotzdem gehören alle diese Ereignisse zur Vergangenheit, stattdessen ist der Herr der „Lebendige“, er wirkt auch heute, so erwarte ich mich, dass er eine Bitte, die ich ihm kurz gerichtet habe, erfüllt, denn „du hast mich erhört, als ich rief [...]. Herr, deine Huld währt ewig. Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!“


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY