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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

219 - Das Zeichen von Himmel

12-Feb-2018 - VI Woche im Jahreskreis – Montag
Wort Gottes
Da kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.
Mk 8,11-13
Denken
Diese Pharisäer, die Jesus nach einem „Zeichen von Himmel“ fragen, um zu verstehen, wer er wirklich sei, legen ihre Unfähigkeit offen, die Zeichen der Zeit zu verstehen, wie auch die Jüngern das nicht verstehen können, die der Bedeutung der Brotvermehrung nicht bewusst geworden sind. Jesus weigert sich, ein Zeichen zu geben, denn das Zeichen macht Sinn, nur wenn es die Wirklichkeit, von der es Zeichen ist, vorzieht; aber wenn diese Wirklichkeit schon da ist, verliert das Zeichen seine Bedeutung. Es wäre, als ob man die Wetteraussichten des laufenden Tags gäbe. Leider ist der dauernde Bedarf der Zeichen, um zu glauben, ist ein noch aktuelles Problem. Der Mensch ist ein intelligentes Tier und so sucht er den Grund alles, was passiert. Trotzdem lauft er durch dieses Verhalten (das in sich selbst richtig wäre) die Gefahr, dasselbe Fehler als die Pharisäer zu machen: Sie haben ein eigenes Bild von Gott und sie fragen nach Zeichen, die das bestätigen, was sie schon denken, und nicht da sie der Begegnung mit dem Herrn offen sind. Jesus von Nazaret ist kein Zeichen, sondern eine Wirklichkeit, die widerspricht, was die Pharisäer denken, und was auch wir oft denken. Der Herr akzeptiert nicht, dass unser Glaube sich auf „Machtzeichen“ gegründet ist, sondern er fragt uns, immer seine Herrschaft im Zeichen des Kreuzes zu begreifen, das das Zeichen der höchsten Schwäche ist: Es ist seine Fähigkeit, jeden Tag sich zu Brot in der Eucharistie zu machen. Niemand hat am Anfang dieses Bewusstsein, aber man erwirbt es nach und nach im Laufe der Jahre. In den früheren Jahren, wenn die Kenntnis des Herrn wenig ist, brauchen wir sehr klare Zeichen, um ihn in den Ereignissen des Tages zu erkennen. Im Laufe der Zeit erwerben wir aber das Empfindungsvermögen der Scouts, die eine Spur auch durch kaum wahrnehmbare Zeichen finden können. Während ihrer Gemeinschaftserfahrung mit Jesus haben die Jünger seine Herrschaft auch nicht vor dem Zeichen der Brotvermehrung erkannt. Nach Pfingsten haben sie aber sie auch im Brotstück, das sie jeden Tag auf dem Tisch fanden, begriffen.


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY