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Evangelium zum Frühstück
Morgengedanken der Familie Castaldi (Saronno, Italien), die sich versammelt, um zusammen zu beten und wachsen
Allen angebotene Überlegungen, um das Beten bei den christlichen Familien auf der Welt zu starten.
Die deutsche Version wurde von Paolo Sala bearbeitet und wurde von Gabriele Bottai koordiniert.

715 - Sich dem Menschen und Christus zu öffnen

04-Mar-2018 - III Woche der Fastenzeit - Sonntag
Wort Gottes
Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Joh 2,13-21
Denken
Während Matthäus und Markus das Ereignis der Vertreibung der Händler aus dem Tempel am Ende ihrer Evangelien stellen, stellt Johannes es am Anfang der Mission Jesu, um zu markieren, dass nach dem Leiden und der Auferstehung es eines der wichtigsten Ereignisse seines irdischen Lebens ist. Die Vertreibung der Händler des Tempels fällt tatsächlich mit der höchsten Ausrufung des Evangeliums zusammen: Das fröhliche Verkünden der Befreiung der Armen, diejenigen, die unterdrückt und ohne Vorzüge sind. Sie finden in Jesus von Nazaret einen neuen Tempel, wo sie den Frieden Gottes, die Gerechtigkeit und die Liebe für alle Völker und jeden Menschen finden können.
Gott braucht nicht die scheinbare Religiosität des Mundes, die sich im Tempel aus Steinen äußert, sondern einen inneren Kult, in dem man sich ganz mit seinen Gedanken, Gefühlen, Worten und Taten verpflichtet.
Das im Evangelium von heute erzählte Ereignis ließ die Mauer jeder ethnischen, kulturellen und religiösen Teilung fallen. Auch die Fernen haben das Recht, in diesen neuen Tempel, der Jesus Christus ist, einzutreten. Er ist nicht mehr nur den Frommen und den Strenggläubigen gewidmet, er ist aber jedem Menschen guten Willen geöffnet. Das ist ein Planetenverkünden, das nach der Auferstehung Jesu und Pfingsten die Kirche an sich nimmt, indem sie allen die Botschaft des Evangeliums öffnet, ohne Unterschied zwischen Rassen, Kulturen und Religionen zu machen. Aber der Advent des von Jesus verkündeten neuen Tempels ist nicht nur Jesus selbst: Jeder Mensch ist ein Tempel Gottes, und in jedem Menschen, auch im Atheisten, glänzt die Funke der Anwesenheit Gottes, und in ihr können wir Gott treffen.
Diese Stelle des Evangelium muss die Kirche unserer Zeit überlegen lassen, da wegen des Falls der Grenzen die Gesellschaft eine Mischung von Rassen, Sprachen, Kulturen und Religionen geworden ist. Jeder Mensch, dem wir auf der Straße begegnen, auch wenn wir ihn nicht kennen, hat Träume, Pläne, ist Tempel Gottes und wird von Gott auf eine einzige und einmalige Weise geliebt.
Wir glauben, dass man über diese Wahrheit sehr nachdenken und beten muss, damit die heutigen Geistesschlüsse eingerissen werden. Jesus Christus ist zwar für alle gekommen!


 

Anna Maria Rossi e Pierluigi Castaldi
via Gaudenzio Ferrari, 29 - 21047 Saronno (VA) ITALY